Arbeit der Primary Education Centres

In einem kurzen Video wird die alltägliche Arbeit in den Primary Education Centres, also den Bildungseinrichtungen für die jüngsten Projektbesucher*innen, vorgestellt. Sowohl in Jodhpur als auch im Wüstenort Setrawa gibt es solche Projekte, die durch Spenden finanziert sind. Die Kinder lernen dort vor allem die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen. Ebenso wichtig ist es dem Team von Sambhali Trust aber auch, sie von vornherein für ihre Rechte und den Einsatz dafür zu sensibilisieren. Hier erhalten Sie direkte Einblicke in den Alltag in den Primary Education Centres!

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Holi-Feier bei Sambhali Trust

Jedes Frühjahr wird in Indien das zweitägige hinduistische Holi-Fest gefeiert – auch einige Sambhali-Teilnehmerinnen haben dieses fröhliche und bunte Fest im März miteinander verbracht! Sie waren im Durag Niwas, dem „Stammhaus“ von Sambhali Trust eingeladen, welches mit zahlreichen Blumengirlanden geschmückt worden war.

Neben traditioneller Rajasthani-Musik und leckerem Essen durfte natürlich der traditionelle „Regen“ aus unzähligen bunten Blütenblättern nicht fehlen, ebenso farbiges Pulver, mit dem man sich gegenseitig bewirft.

Es waren einige fröhliche, ausgelassene und unbeschwerte Stunden, welche die Mädchen und Frauen so miteinander verbrachten und es war besonders schön, ihre große Lebendigkeit und Lebensfreude zu spüren!

 

Impressionen aus Setrawa

Zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Euch mit einem kleinen Video Einblicke in das Leben im rajasthanischen Wüstendorf Setrawa geben! Aus diesem Wüstendorf oder der direkten Nachbarschaft stammen die Mädchen, die in Jodhpur im von uns unterstützten Wohnheim leben und dort in die Schule gehen.

Außerdem unterhält Sambhali Trust in Setrawa für die Einwohner/innen unterschied-liche Projekte, in denen auch einige Freiwillige mitarbeiten. Im Video seht ihr neben dem Lebensalltag in Setrawa auch die jungen Teilnehmer/innen des Shanti-Projekts. Viel Spaß!

 

Jubiläum der Schulstipendien

Schulstip1aAm 30. Juli veranstaltete Sambhali Trust anlässlich des 9-jährigen Bestehens seines Schul-Stipendien-Programms eine große Feier in der Stadthalle Jodhpur. Daran nahmen u. a. auch der Bürgermeister von Jodhpur, Mayor Saheb Sh. Ghanshyam Ojha, sowie Dr. Arora, Mitglied des Ministeriums für Soziale Gerechtigkeit in Jodhpur, teil. In ihren Ansprachen würdigten sie die wertvolle Arbeit von Sambhali Trust in Jodhpur und Umgebung sowie das große Engagement des Gründers von Sambhali, Govind Singh Rathore.

Die beiden Ehrengäste händigten über 200 Schecks für Schulstipendien an die Kinder und ihre Familien aus. Durch diese Unterstützung können die Familien ihre Kinder auf  gute Schulen in der Nähe ihres Wohnortes schicken, deren Besuch sie ohne eine solche Unterstützung nicht finanzieren könnten. Durch das Stipendium werden die gesamten Kosten übernommen, wozu Schulgeld, Fahrtkosten sowie Geld für Schuluniform, Verpflegung und Unterrichtmaterialien zählen. Für die Stipendiatinnen stellt diese finanzielle Förderung eine einmalige und einzige Möglichkeit dar, dem Kreislauf der Armut, welcher familiären Bildungsaufstieg und Weiterentwicklung in der beruflichen Qualifizierung verhindert, zu entkommen.

30 dieser Stipendien werden durch deutsche Paten ermöglicht, die ihre Unterstützung über das Spendenkonto von Freunde für Sambhali übermitteln. Für diese Patenschaften möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen. Wir werden wir in Kürze hierüber mehr berichten.

Wir freuen uns mit ihnen über diese große Chance und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg alles Gute!

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Alltag im Sambhali Trust in Setrawa

Marie N. lebt und arbeitet als Langzeitfreiwillige nun seit einem Dreivierteljahr in Setrawa. Sie berichtet, wie sie Ostern in ihren Englischunterricht einbaut, welche Hürden für Schülerinnen beim Englischlernen zu überwinden sind und wie sie und ihre Kollegin den Unterricht abwechslungsreich gestalten:

Alltag im Projekt

Was tut sich im Projekt so? Unser Tagesablauf ändert sich immer mal wieder. So ist ab Februar die Butterfly Class geschlossen worden, da erfreulicherweise beinahe alle Kinder dieser Gruppe mittlerweile zur Schule gehen. Stattdessen unterrichten Annika und ich nun eine Klasse in der nebenan gelegenen Privatschule Veer Durga Das, die mit Sambhali Trust kooperiert. Dies ist allerdings nicht immer leicht, denn die 25 Mädels kommen aus den Jahrgängen 6, 7, 8, 9 und 11. Sie sind zusammengestellt worden zu einer Klasse. Und nein, dahinter steckt nicht die Idee des Waldorf-Prinzips, sondern die traurige Tatsache, dass es in jedem Jahrgang nur 2 – 15 Mädchen (!) gibt. Denen steht eine Zahl von circa 60 Jungs gegenüber. Da man mit so wenig Mädchen keine Klasse füllen kann, nimmt man eben die Mädchen aus fünf Jahrgängen, um eine normale Klassengröße zu erzielen. Folglich müssen wir uns für die Planung Methoden und Aufgaben überlegen, die alle einigermaßen bearbeiten können und an denen sie sogar möglichst noch besser werden. Doch schon der erste Schritt ist manchmal kaum zu schaffen. Denn der Englischunterricht an dieser Schule (die als die beste im Dorf gilt) bewirkt nicht, dass die Schüler am Ende der Klasse 12 Englisch verstehen geschweige denn sprechen können. Sogar mehr als die Hälfte der 11-Klässler ist nicht in der Lage einen kurzen grammatikalisch richtigen englischen Satz zu formulieren. Viele verstehen uns erst gar nicht. Da müssen Annika und ich wirklich alles geben und es mit unserem Hindi versuchen. Dabei ist Annika einmal die traurige Tatsache aufgefallen, dass unser Hindi wahrscheinlich fast besser ist, als das Englisch der Elftklässlerinnen. Obwohl wir schon zu zweit sind, denke ich manchmal, dass noch zwei mehr Lehrkräfte hermüssten. Allerdings gibt es auch eine schöne Tatsache: Denn einige der Mädels waren früher bei Sambhali und ohne zu wissen, wer es war, haben wir es sofort erkannt. Der Unterschied ist echt enorm! Das hat uns richtig glücklich gemacht, denn es zeigt einen unglaublichen Erfolg! Abgesehen davon merkt man eindeutig den Unterschied der Atmosphäre im Schulgebäude und in unserem Center. Bei uns ist es sehr viel lockerer.

In der Privatschule

In der Privatschule

Normalerweise sitzen hier 25 Mädels – man beachte die Architektur: der Lehrer steht 1 m erhöht:

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Mit unseren Sewing Girls haben wir nach wie vor unsere regelmäßigen Englischstunden. Wir haben es gewagt, mit ihnen „High School Musical“ auf Englisch zu schauen. Und mit etwas Erklärung unsererseits haben es auch fast alle verstanden. Der Film kam super an. Mit seinen vielen Tanz- und Gesangseinlagen und der simplen Handlung ähnelt er auch sehr den indischen Bollywood-Filmen, sodass er gut für unsere Mädels geeignet war. Das war richtig schön! Außerdem haben wir letzte Woche einmal Armbänder gemacht, die jetzt alle stolz tragen und damit das halbe Dorf neidisch machen. Ein paar von ihnen sind aber so ehrgeizig, dass sie uns dann baten, mal wieder etwas Grammatik zu machen. 😉

Ein typischer Anblick mit unseren Nähmädels (wir wollen keine Bank überfallen, aber es gibt einen verbindenden Lüftungsschacht von der Toilette der Privatschule…):

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Unsere wöchentliche Computerstunde

Unsere wöchentliche Computerstunde

 

anmutiger Tanz zu indischer Musik

anmutiger Tanz zu indischer Musik

Unsere Peacock-Class ist natürlich eine Konstante im Alltag. Neben dem Englischunterricht planen und organisieren Annika und ich für die Kinder workshops zu unterschiedlichen Themen. Aktuell steht Ostern vor der Tür und wir möchten unseren Kindern nicht nur wie im Dezember von unserem Weihnachts-, sondern auch von unserem Osterfest berichten. So haben wir ein Plakat gebastelt. Aber, mist, Fotos wären doch auch toll, oder? Wie kriegen wir die hier in Setrawa gedruckt? Gar nicht. Also kam mir die Idee, dass wir doch malen könnten, was wir verbildlichen wollten. Und so machte sich Annika mir unserem Osterhasen an die Arbeit, während ich mich an Jesus Christus versuchte (Vielen Dank Marie-Claire, dass Du jahrelang Dein Bestes gegeben hast, um mir das notwenige Handwerk dafür zu geben!). Am Ende ist natürlich der Osterhase auch in unser Center gekommen. (Spätestens da waren alle Kinder ein Fan von unserem Osterfest ;))

Hasenohren überall

Hasenohren überall

prachtvolle Ergebnisse

prachtvolle Ergebnisse

vorgestern gab es Eis :)

vorgestern gab es Eis 🙂

Marie Nerreter

© Text und Fotos: Marie Nerreter