3. Advent

Es ist nicht einfach, trotz Verpflichtungen zu Hause und Corona-Einschränkungen in die Empowerment-Zentren zu kommen. Und dennoch ist es für viele der Frauen und Kinder extrem wichtig, zu diesen Anlaufstellen zu kommen, um berufliche Fähigkeiten, Grundkenntnisse in Englisch, Hindi und Mathe zu erlernen und durch die Workshops über Gesundheit, Selbstbestimmung und Allgemeinwissen weiter zu lernen. Wir haben sehr viel Respekt vor ihrer Stärke und ihrem Mut.

Einen frohen dritten Advent!

Jahresbericht 2020

Unser Jahresbericht ist online.

Selbstverteidigungs-Kurs im Boarding Home

Laptop-Spendenaktion

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Online-Unterricht zu Nikolaus

Wir wünschen Euch allen einen schönen 1. Advent. Anlässlich dessen starten wir ab heute eine Laptop-Aktion. Wie überall auf der Welt haben auch die Mädchen im Boardinghome gerade keinen Unterricht in der Schule, sondern nur online von zu Hause.

Um das richtig durchzuführen, fehlen 10 Laptops, damit mindestens 3 Mädchen zusammen einen Kurs verfolgen können.

Um das zu unterstützen, freuen wir uns sehr über eine Spende unter dem Stichwort „Laptop“ auf das Konto 

Freunde für Sambhali e. V.
IBAN DE59 6229 1000 0227 6383 03

Vielen Dank!

Mädchen aus dem Sambhali Boarding Home in Jodhpur, (c) Photographers without borders

Diwali – das Lichterfest

Heute findet in Indien das Diwali Festival, das Lichterfest statt, welches ein bedeutendes hinduistisches Fest ist und in Nordindien als Neujahrstag gefeiert wird. Das Fest wird in Indien ganz unterschiedlich gefeiert, mit vielfältigen Bräuchen und auf verschiedenen Mythen beruhend. Diwali, ein Fest des des Sieges des Guten über das Böse, des Lichts über den Schatten und des Lebens über den Tod.

Auf den Fotos sind die Feierlichkeiten von Diwali des letzten Jahres bei Sambhali zu sehen. Es werden Diwali-Öllampen, Lichter und Feuerwerkskörper gezündet, Kerzen auf den Dächern platziert und die Eingänge der Häuser mit Kalam-Dekorationen geschmückt.
Auch, wenn es dieses Jahr coronabedingt anders als sonst sein wird, wünschen wir allen ein Happy Diwali und viel Gesundheit und Glück für die Zukunft!   

Auszeichnung COVIDSoldier of the week

Govind Singh Rathore – COVIDSoldier of the week

Wir sind stolz, dass Govind Rathore der Gewinner der siebten Woche der indischen #COVIDSoldiers Awards ist. Hierdurch werden Menschen ausgezeichnet, die mit inspirierenden Taten von Tapferkeit, Mitgefühl und Freundlichkeit den Kampf gegen COVID-19 aufnehmen. 

Herausragende Aktivitäten, die Govind Rathore und Sambhali Trust während der Pandemie unternommen haben: 
– sammelte Rs 25 Lakh (ca. 28.500 Euro) für COVID-19-Hilfen
– über 2.000 km zurückgelegt, um Menschen zu helfen  
– Versorgung von rund 544 Familien in 11 Dörfern mit Essenspaketen 
– 20.000 handgenähte Masken an Regierungsbeamte und Werktätige verteilt, hergestellt von den Frauen des Trust 
– Sensibilisierung für COVID-19 in 11 Dörfern und Versorgung dieser Dörfer mit Seifen

Mit so einer einer starken Gemeinschaft schaffen wir es durch die Pandemie!

7 Monate Indien – Erfahrungsbericht von Emma Deutscher

Wie wir anders und doch so gleich sind und darüber wie viel wir von anderen Kulturen noch lernen können.

Willkommen in einer (un)gleichen Welt

Meine ersten Wochen in Indien

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich in Jodhpur ankam. Die Luft war heiß und stickig. Es war sehr laut und der Verkehr total verrückt. Ich kam mit wenigen Erwartungen nach Indien, da ich ehrlich gesagt nicht so viel über das Land wusste. Doch schon bei der Ankunft im Durag Niwas fühlte ich mich verzaubert. Ich wurde direkt mit Blumenkette und Tika, der Punkt der einem auf die Stirn gemalt wird, um gesegnet zu werden, empfangen. Alle waren sehr nett und Monica, die an der Rezeption arbeitet, hat mir direkt alles gezeigt. Am gleichen Tag bin ich noch mit Govind, dem Gründer von Sambhali, spazieren gegangen und war mit Monica meine ersten Kurtas kaufen. Das ist die traditionelle Kleidung, die wir bei der Arbeit anziehen müssen. Ich wurde total herzlich empfangen und habe meinen Aufenthalt in Jodhpur von Anfang an genossen.

Meine ersten Tage waren sehr aufregend. Ich habe viel mit den anderen Freiwilligen, die mich auch direkt aufgenommen haben, unternommen und vor allem mit Ayush, Govinds Sohn. Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden und er hat mir viel über die Indische Kultur erklärt. Anfangs habe ich vormittags Adminarbeit gemacht, was das Finden von neuen Sponsoren und Freiwilligen sowie Social Media Arbeit beinhaltet. Außerdem habe ich Kavita bei den Graduates unterstützt und konnte Vimlesh bei den “NO Bad Touch” Workshops begleiten, was sehr spannend war. Nachmittags war ich im Sheerni Boarding Home, wo ich Englisch unterrichtet habe. Außerdem hatten wir Workshop- und Musiktage und einmal in der Woche sind wir in den Park gegangen, damit wir auch draußen Zeit mit den Mädchen verbringen können. Ich habe mich von Anfang an sehr gut mit ihnen verstanden und schnell gemerkt, dass ich mit Sambhali

Meine Zeit im Sheerni Boarding Home

Die Mädchen vom Sheerni Boarding Home und auch die Graduates wurden immer bessere Freundinnen für mich. Sie halfen mir, Hindi zu lernen und waren auch sonst immer für mich da. Auch nach dem Wechsel zum Jodhpur Empowerment Center (JEC), wo ich ab November fünf Monate unterrichtet habe, verbrachte ich jedes freie Wochenende samstags mit den Graduates und sonntags mit den Sheerni Mädchen. Ich merkte immer mehr wie ich Schwestern fürs Leben gewann, für die ich so unglaublich dankbar bin.

Wir haben viel erlebt und ich wurde immer mehr ein Teil ihres Lebens und die Mädchen auch Teil meines. Ich bin oft auch nach meiner Arbeit noch ins Sheerni Boardinghome gefahren, um dort zu Abend zu essen. Wir haben viel zusammen getanzt und gelacht und ich habe die Zeit sehr genossen, weshalb ich mir bald kein Leben mehr ohne Sambhali und Indien vorstellen konnte. Schon bald haben sie angefangen, mir von ihren Familien zu erzählen und anderen Dingen, die sie beschäftigen. In solchen Momenten habe ich gemerkt, was für eine starke Verbindung ich zu diesen Mädchen und jungen Frauen aufgebaut habe. In diesen Momenten wusste ich, dass ich Schwestern fürs Leben kennengelernt habe.

Lesen Sie den gesamten Bericht.

Sambhali gegen Covid19 – Update

Sambhali Trust versorgt nun schon seit dem 25. März Familien mit Lebensmitteln, Seife etc., die durch den Lockdown kein Einkommen mehr haben (siehe vorheriger Post). Da der Lockdown immer wieder verlängert wird und größere Lockerungen noch nicht in Sicht sind, leistet Sambhali weiterhin Hilfe, unter anderem mit der finanziellen Unterstützung von Freunde für Sambhali.

Weitere Infos zu der aktuellen Lage vor Ort und Sambhalis Arbeit im unten stehenden Link. Sehen Sie selbst, wie die Verteilaktion organisiert wird und wie die Menschen reagieren.

http://www.sambhali-trust.org

Fotos (c) Veronika Goepfert

Sambhali gegen COVID19

Indien hat einen totalen Lockdown – insbesondere für die vielen Tagelöhner in der Landwirtschaft, am Bau oder den nahe dem Wüstendorf Setrawa gelegenen Steinbrüchen haben die Familien echte Existenznot: Sie konnten keine Vorräte vor dem Lockdown erwerben und können nun auch keine Lebensmittel kaufen, da Einkommen fehlt und das Haus nicht verlassen werden darf.

Um diese schwierige Situation des nun schon einen Monat andauernden Lockdowns zu überstehen, unterstützt Sambhali Familien in der dörflichen Umgebung von Jodhpur und Setrawa.

Sambhali verteilt an 255 Familien ca. alle 10 Tage Grundnahrungsmittel wie Reis, Linsen und Mehl, mit denen sich eine Familie ca. 10 Tage ernähren kann. Mit nur 90 indischen Rupien, ca. 1,10 Euro, kann eine fünf- bis sechsköpfige Familie einen Tag ernährt werden. Außerdem verteilt man an 850 Familien Seife und informiert über das Corona-Virus und die Hygienmaßnahmen.

Die Mitarbeiter von Sambhali und einige Freiwillige befinden sich in Setrawa und organisieren die Hilfe. Sie benötigen unsere Unterstützung, um das Engagement weiterführen zu können.

Wir bitten Sie herzlich, sich an der Hilfe mit einer Spende zu beteiligen

über unser Spendenkonto mit dem Stichwort „Corona“
Freunde für Sambhali e. V.
IBAN: DE59 6929 1000 0227 6383 03
Die Spende auf diesem Weg kann als Sonderausgabe bei der Steuererklärung angegeben werden.

oder über
https://milaap.org/fundraisers/support-govind-singh-rathore?utm_source=shorturl  (die größte indische Crowdfundingorgaisation).

Auf der Facebook-Seite von Sambhali Trust gibt es fortlaufend neue Informationen und auch Filme über die Verteilung zu sehen: https://www.facebook.com/SambhaliTrust

Alle Fotos stammen von der Schweizer Freiwilligen (c) Veronika Göpfert – klick!:

 

Empowerment Centres derzeit geschlossen

Auch in Indien werden drastische Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Damit für die Sicherheit der Mitglieder Sambhalis gesorgt ist, bleiben neben den Schulen auch die Empowerment Centres und das Büro geschlossen. Dennoch halten wir alle zusammen und helfen uns gegenseitig, indem wir zu Hause bleiben, Hände waschen und Menschen aus Risikogruppen helfen!

Govind Singh Rathore hat das Sambhali-Büro und das Durag Niwas Gästehaus in Jodhpur als Räumlichkeiten zur Bekämpfung des Virus angeboten. Gemeinsam schaffen wir es weltweit durch diese Krise.

Im Video wird Euch Lalu vorgestellt. Er kommt aus einem kleinen Wüstendorf in der Nähe Jodhpurs, und auch er muss zur Zeit leider zu Hause bleiben.

#involvemeilearn #stayathome