Rakhi – drei Monate später

Rakhi 2014

Über unsere Treffen mit dem Müllmädchen Rakhi in unserem Urlaub in Jodhpur hatten wir berichtet (Rakhi – ein indischer Traum: vom Müllkind zum Schulmädchen). Drei Monate sind vergangen – eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Oft sprachen wir zu Hause über das Mädchen und fragten uns:
 
Geht Rakhi weiterhin ins Sambhali-Center? Wird sie durchhalten, um ab Juli in eine richtige Schule gehen zu können? Geht es ihr gut? Erlaubt ihr die Familie den Schulbesuch?
 
Kurz vor Weihnachten schrieb ich an den Leiter des Trust, um zu bestätigen, dass ich das Geld für Rakhis Riksha-Kosten auf das Konto von „Freunde für Sambhali“ überwiesen habe. Außerdem  fragte ich ihn, ob es möglich wäre, Rakhi zu Weihnachten etwas zu schicken, denn Weihnachtsgeschenke seien in Deutschland üblich. Govind Rathore stimmte zu, dass ein kleines Geschenk sehr willkommen sei und wir könnten es zu Sambhali senden. Er würde uns Bescheid sagen, wenn es angekommen ist und dann Rakhi übergeben.
 
Gespannt warteten wir täglich auf eine Mail von Govind. Nach 3 Wochen war es endlich soweit. Er sendete uns ein Foto von Rakhi mit einem strahlenden Gesicht und einem Dankeschön-Plakat um den Hals. Rakhi konnte es nicht glauben, dass sie ein Päckchen mit einem Geschenk und einem Brief bekommen hatte. In dem Päckchen war auch eine Schokolade, die sie mit den Frauen vom „Empowerment program“ teilte.
 
Neben Hindi, Englisch und Mathe lernt sie Handarbeiten – wie man auf diesem Foto von Rakhi mit ihrer Handarbeitslehrerin Anju sieht. Govind berichtet, dass Rakhi seit ihrem ersten Tag täglich ins Sambhali-Center kommt. Sie ist sehr intelligent und fleißig.
 
Ich denke, das sind gute Voraussetzungen, um im Juli in eine richtige Schule gehen zu können. 
 
Rakhi, mach weiter so!
Stefan Schober
 
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