Sambhali Trust Wohnheim

schoolgirlsSeit Sommer 2012 ermöglicht Sambhali Trust zunächst 15, seit letztem Jahr 20 Mädchen den Besuch einer guten Schule in Jodhpur. Ziel ist, allen Mädchen den Schulbesuch bis zur 12. Klasse zu ermöglichen, danach College oder Berufsausbildung. Alle Mädchen kommen aus dem Wüstendorf Setrawa. Dort wäre ein Schulbesuch nicht möglich, weil die Eltern kein Geld haben, Mütter alleinerziehend sind und vor allem: sie gehören der Dalit-Kaste an, den so genannten „Unberührbaren“. Sambhali Trust sorgt neben der Ausbildung auch für eine bessere Ernährung, medizinische Versorgung, gesundes Wasser und Zeit zum Kindsein. Nicht zuletzt schützt der Schulbesuch vor einer allzu frühen Verheiratung.

NirmelaDas Wohnheim wird von Nirmela Chouhan geleitet. Die junge Frau und ihre Angehörigen  sind mit dem Leiter des Sambhali Trusts befreundet. Hier leben die Mädchen wie in einer Familie. Nachmittags kommen Freiwillige zur Hausaufgabenbetreuung, zum Spielen, Basteln etc., und da die Mädchen sich an der Hausarbeit beteiligen, können die Kosten des Heims niedrig gehalten werden.

Unterstützen Sie diese Mädchen in ihrer Anstrengung auf bessere Lebenschancen durch eine Spende für den Schulbesuch auf das Konto von Freunde für Sambhali. Spenden in jeder Höhe helfen mit und sind willkommen.

Viele Eltern und ihre Töchter bewerben sich für das Wohnheim. Sie sehen, wenn die Schülerinnen das Dorf besuchen, wie gut es den Kindern geht und welche Fortschritte sie in ihrer persönlichen Entwicklung machen.

Freunde für Sambhali finanziert derzeit 8 Mädchen und bald warten alle 20 auf unsere Unterstützung. Für jedes Kind benötigen wir 200,00 Euro an Schulgeld (inkl. Schuluniform, -materialien und -gebühren) sowie 50,00 Euro im Monat für den kompletten Lebensunterhalt.

Wir charakterisieren hier einige typische Lebensläufe von Kindern, die im Wohnheim leben und in Jodhpur zur Schule gehen:

SamtaSamta hat 3 Brüder und 4 Schwestern. Ihr Geburtsdatum kennt man nicht genau. Ihre Eltern haben erlaubt, dass sie aus dem heimatlichen Wüstendorf Setrawa wegzieht. Seit Juli 2012 wohnt sie mit anderen 7- bis 11-jährigen Mädchen in dem kleinen Wohnheim und kann in Jodhpur zur Schule gehen.

Nun trägt sie das erste Mal in ihrem Leben einen Schulranzen – gefüllt mit neuen Büchern, Heften und Stiften. Er ist eigentlich viel zu schwer für sie, aber das macht ihr nichts. Hauptsache sie kann lernen.

In ihrem kleinen Dorf in der Wüste Thar hatte sie bisher den Nachmittagsunterricht des Sambhali Trust besucht, hat gelernt, wie man Zähne putzt, rechnet, Hindi schreibt und hat Kinderlieder auf Englisch gesungen. Der Besuch einer richtigen Schule war ihr verwehrt, denn ihre Eltern sind zu arm, um das zu bezahlen. Jetzt setzt sie alles daran, dass ihre Eltern stolz auf sie sind.

AasuDie neunjährige Aasu hat 5 Schwestern und 2 Brüder. Seit der Vater 2010 an Malaria starb, bringt die Mutter die Familie durch Arbeit in einer vor Setrawa gelegenen Steinmine durch. Während Aasus 13-jähriger Bruder weder zur Schule geht noch arbeitet, unterstützt der 15-jährige Bruder die Familie finanziell etwas. Allerdings arbeitet er in Gujarat und kann nur selten heimkommen.

Aasu, die zweitjüngste der 5 Mädchen, ging in Setrawa in die Butterfly Klasse des Sambhali Trust. Obwohl dies keine offizielle Schule ist, meisterte Aasu ihr erstes Schuljahr in Jodhpur hervorragend und wurde ´Zweitbeste in ihrer Klasse.

Aasu kümmert sich im Wohnheim viel um ihre 6-jährige Schwester Neru, die seit Sommer 2013 ebenfalls im Wohnheim lebt und außerordentlich begierig ist zu lernen. Aasu vermisst ihre Familie sehr und freut sich über regelmäßige Telefonate. Außerdem ist sie sehr gerne kreativ tätig. Sie handarbeitet gerne, bastelt mit Papier und zeichnet schon sehr hübsch.

Sie ist gut in die gesamte Gruppe der Mädchen integriert und immer bereit, Gemeinschaftsaufgaben zu übernehmen.

Trotz ihres jungen Alters versteht sie, welch ausgezeichnete Möglichkeit ihr mit dem Wohnheim und Schulbesuch in Jodhpur durch Sambhali Trust gegeben wird und ist für die Schule sehr eifrig am Lernen – besonders für Englisch. Ihr Traum ist, Lehrerin für Sambhali zu werden.

SangitaSangeeta kam im Juni 2012 als 11-Jährige ins Sambhali Wohnheim nach Jodhpur. Ihre fünf Schwestern und fünf Brüder leben weiterhin in Setrawa, drei Schwestern und ein Bruder sind verheiratet. Die Familie lebt in sehr, sehr armen Verhältnissen, da nur der Vater etwas für diese große Familie verdient. Er arbeitet im Steinbruch und verdient ungefähr 400 INR pro Tag (5,00 Euro).

Sangeetas Mutter sorgt für die Familie. Die älteste Schwester hat ebenfalls schon vier Kinder. Die 15-jährige Schwester von Sangeeta möchte ebenfalls sehr gerne ins Wohnheim kommen, aber der Vater erlaubt es nicht, weil sie in zwei Jahren ohnehin schon verheiratet wird. Er sieht daher keine Notwendigkeit für eine Schulbildung.

Sangeeta ist sehr glücklich, im Wohnheim in Jodhpur leben zu können, obwohl sie ihre Familie oft sehr vermisst, besonders ihre Mutter. Sangeetas Mutter ist krank, daher kann sie Sangeeta auch nicht besuchen und nur ihr Vater kann einmal im Monat kommen.

Sangeeta kam nach Jodhpur, nachdem sie in Setrawa 5 Jahre die Schule des Sambhali Trust besuchte. Seitdem sie hier ist, ist sie sehr fleißig, hat viele Interessen und zeigt große Disziplin. Ihre Lieblingsfächer sind Englisch und Computer-Schulung und sie liest gerne englische Bücher. Später möchte sie einmal Lehrerin werden.

In der Gruppe hilft Sangeeta gerne den anderen Mädchen und beruhigt sie. Obwohl sie ein eher stilles Mädchen ist, ist sie sehr freundlich, offen und warmherzig. Wann immer eine tänzerische oder künstlerische Aktivität geboten wird, ist sie eine der Ersten, die dabei ist. Sie lacht gerne, integriert sich überall sehr gut und bringt eine gute Atmosphäre in die Gruppe.

Bitte helfen Sie durch eine Spende mit, diesen und den anderen Mädchen diesen Schulbesuch zu ermöglichen!

 

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