Verschönerung des Boarding Homes

In den letzten Tagen und Wochen wurde das Sambhali Sheerni Boarding Home an vielen Stellen verschönert: Durch World Challenge wurden Farben, Pinsel und weitere Materialien zur Verfügung gestellt, mit welchen die Mädchen ihr zeitweises Zuhause mit vielen bunten und liebevoll gestalteten Malereien gestalten können. Daran hatten sie große Freude und auf die Ergebnisse können sie wirklich stolz sein!

 

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Unterstützung für Pooja

pooja-helpDie beiden aktuellen Sambhali-Freiwilligen Laura & Eléonore haben vor Kurzem eine tolle Unterstützungsaktion für die elfjährige Pooja in’s Leben gerufen! Pooja lebt mit ihrem Bruder und ihren Eltern bisher auf der Straße im Zentrum Jodhpurs. Der selbstgebaute Unterschlupf der Familie besteht aus Plastikplanen, die dem wenigen Hab und Gut sowie der Familie nachts ein behelfsmäßiges Dach über dem Kopf sind. Tagsüber sammelt Pooja Müll auf den Straßen, um damit ein wenig Geld zu verdienen.

pooja-home

Den Besuch einer Schule kann sich Poojas Familie leider nicht leisten, daher besucht sie seit August das Sambhali Empowerment Center, wo sie Grundlagenunterricht in Hindi, Englisch, Mathematik und Handarbeiten bekommt. Sie ist eine fleißige und ehrgeizige Schülerin und macht rasch Fortschritte. Aufgrund der großen familiären Armut werden sich ihre Elten jedoch in den nächsten ein bis zwei Jahren gezwungen sehen, Pooja zu verheiraten. Auch wenn sie dann noch minderjährig ist und Kinderehen in Indien rechtlich verboten sind, kommt es in solchen Fällen trotzdem sehr häufig dazu. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sie sich (wie ihre Mutter) prostituieren muss, um Geld für das eigene Überleben zu haben.

Laura & Eléonore haben beschlossen, Poojas Schicksal nicht einfach nur zuzusehen und haben mit großem Engagement ein Crowd-Funding für sie gestartet. Denn es gibt eine Möglichkeit, Pooja zu helfen: Mithilfe finanzieller Unterstützung könnte ein weiterer Platz im Boarding Home für sie geschaffen werden. Dort wäre sie mit einigen anderen Mädchen untergebracht, bekäme neben einem Bett, drei Mahlzeiten und einem sicheren Wohnumfeld auch die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Durch den Schulbesuch und einen Schulabschluss hätte sie wiederum die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu machen und sich so eine neue Lebensperspektive aufzubauen.
Dazu fehlen nun „nur“ noch 2.000 Euro – so viel würden zwei Jahre Boarding Home für Pooja kosten. Ab dem dritten Jahr kann dann eine dauerhafte Patenschaft für sie eingerichtet werden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Laura & Eléonore für ihren großen Einsatz und hoffen sehr, dass genügend Geld zum Aufbau von Poojas Zukunft zusammen kommt! Wer selbst einen Beitrag hierzu leisten möchte, kann…

– auf das Konto von Freunde für Sambhali einen Betrag überweisen (bitte Verwendungszweck „Pooja“ angeben) oder

– sich an der Crowdfunding-Aktion beteiligen.

Vielen Dank allen Spenderinnen und Spendern!!!

Ausflug nach Udaipur

udaipur2Ende April machten sich 2 Mitarbeiterinnen und 5 Freiwillige von Sambhali Trust mit 20 aufgeregten Mädchen des Sambhali Boarding Homes auf den Weg nach Udaipur! In dieser kleinen idyllischen Stadt, die ca. 300 km südlich von Jodphur liegt, verbrachten sie nach den harten Prüfungen am Ende des indischen Schuljahres ein paar wohlverdiente Ferientage! Die Freude der Mädchen war riesig, als sie erfuhren, dass sie aufgrund einer sehr großzügigen Spende einen mehrtägigen Ausflug unternehmen, und schon die Anreise mit dem Bus war ein Erlebnis. Den ersten Stop machten sie an einem kleinen Tempel, um für eine sichere und schöne Reise zu beten. In Ranakpur wurde dann nicht nur Mittagspause gemacht, sondern auch der eindrucksvolle Jain-Tempel gemeinsam besichtigt. Letzter Zwischenstop vor der Ankunft in Udaipur war in Kumbhalgarh, wo das bekannte Fort bestaunt wurde.

Nach der ersten Nacht im Guesthouse in Udaipur wurde dann der dortige Stadtpalast und der See mit seiner Palast-Insel besucht. Eine Eis-Pause sowie ein kleiner Einkaufsbummel durften natürlich nicht fehlen!

udaipur1Der nächste Tag wurde gemächlich im Saheliyon-ki-Bari-Garden begonnen, bevor der Bus alle wieder sicher zurück nach Jodhpur brachte.

Ganz herzlichen Dank an den großzügigen Spender, der diese unvergesslichen Erlebnisse für die Mädchen ermöglicht hat! Sie haben die gemeinsam verbrachte Zeit und die neuen Eindrücke sehr genossen!

Holi-Feier im Boarding Home

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Ende März wurde in ganz Indien eines der wichtigesten Feste des Jahres gefeiert, das farbenfröhliche Holi! Die Freiwilligen in Jodhpur haben sich am 23.03. bereits mit den Mädchen, die im Boarding Home leben, darauf vorbereitet: Die Hände wurden mit traditioneller Henna-Farbe mit den unterschiedlichsten Mustern bemalt – es ist erstaunlich, mit welcher Ausdauer und Hingabe sich die Mädchen gegenseitig tolle Ornamente auf die Innenflächen der Hände malten! Es wurden Informationen zu den religiösen Hintergründen und den Traditionen des Festes ausgetauscht, was auch für viele Freiwillige spannend war. Nachdem es dann Chai und Süßigkeiten gab, haben alle gemeinsam das abendliche Holi-Feuer in der Nachbarschaft besucht. Am Morgen des nächsten Tages ging es direkt weiter mit den Feierlichkeiten: Die Freiwilligen hatten Farbpulver mitgebracht, mit welchem sich die Mädchen – wie es an diesem Tag ein alter Brauch ist – gegenseitig unter viel Gelächter und mit jeder Menge Spaß bewarfen. Nachdem dann alle kunterbunt und kaum mehr zu erkennen waren, folgte eine Wasserschlacht mit gefüllten Luftballons, die den Kindern ebenso viel Freude bereitete. Dabei durften natürlich auch Süßigkeiten wieder nicht fehlen! So verbrachten die Mädchen und Freiwilligen nochmal einen ganz besonderen und fröhlichen Tag miteinander!

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Poojas Genesung

Pooja UpdateVor einigen Wochen haben wir über die Operation von Pooja, einer jungen Bewohnerin des Boarding Homes in Jodhpur, berichtet.

Nach einem fünftägigen Krankenhausaufenthalt ist Pooja inzwischen schon wieder eine Weile zurück im Boarding Home, wo sich die anderen Mädchen sehr über ihre Rückkehr gefreut haben. In der ersten Zeit kam der ortsansässige Arzt zweimal täglich zu Hausbesuchen, um sie weiterhin medizinisch zu versorgen. Im den folgenden Wochen stand dann jeden Morgen ein Besuch beim Physiotherapeuten an, der von einer Mitarbeiterin und Freiwilligen von Sambhali Trust begleitet wurde. Dort konnte Pooja ihre Beinmuskulatur kräftigen und in verschiedenen Übungen an ihrem neuen Gang arbeiten. Inzwischen macht sie diese Übungen selbständig im Boarding Home, weiterhin mit Unterstützung der Freiwilligen, und hat durch ihr regelmäßiges Training inzwischen schon große Fortschritte gemacht, so dass sie schon fast eigenständig laufen kann!
Wir freuen uns über ihre schnellen und guten Fortschritte und wünschen ihr auch weiterhin gute Besserung!

 

Poojas Operation – durch Spenden finanziert!

Pooja

Pooja ist ein 14-jähriges Mädchen, das seit 2012 im Sambhali Boarding Home in Jodhpur lebt. Seit ihrer Geburt leidet sie unter einer neurologischen Schädigung, durch welche sich ihre rechte Körperhälfte langsamer als ihre linke entwickelt. Als Folge ist z. B. ihr rechtes Bein 2 cm kürzer als ihr linkes, wodurch sie sich nur hinkend fortbewegen kann und zudem chronische Schmerzen in Knöchel, Knie und Rücken hat.

Mindestens genauso schlimm wie die körperlichen Beschwerden ist jedoch die soziale Stigmatisierung, die Pooja auf Grund ihrer Erkrankung erfährt: In dem kleinen Dorf außerhalb Jodhpurs, in welchem sie als viertes Kind einer großen Familie aufgewachsen ist, wurde sie über lange Zeit vernachlässigt und ignoriert. Zu essen bekam sie beispielsweise erst, wenn alle anderen gesättigt waren, ihre Kleidung war abgenutzt, ihr wurde nicht einmal ein eigener Namen gegeben – stattdessen wurde sie nur „die Vierte“ genannt.

Um Pooja von ihren körperlichen Beschwerden zu befreien und dadurch auch die erlebte Diskriminierung zu verringern, wurde beschlossen, ihre Behinderung operativ zu behandeln, was mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Um diesen Eingriff zu ermöglichen, startete Sambhali Trust einen Spendenaufruf – und in nur 17 Tagen war der notwendige Betrag (umgerechnet 1.600 Euro) durch großzügige Spenden zusammengekommen! Vor wenigen Tagen war es nun soweit – Poojas Beine wurden erfolgreich operiert und sie ist bereits auf dem Weg der Besserung!

Bei den Vorbereitungen auf die Operation, vor allem aber auch jetzt im Anschluss daran wird Pooja von Sambhali weiterhin begleitet werden: Die zunächst notwendige Unterstützung nach der Operation, aber auch die weiteren Besuche bei Fachärzten zur Genesung und Stärkung ihres rechten Beines wird sie von Freiwilligen begleitet. Da Pooja sich noch in der Wachstumsphase befindet, ist es momentan eine günstige Situation und besonders wichtig, kontinuierlich am Aufbau ihrer Beinmuskulatur etc. zu arbeiten, damit sich ihr Körper gesund weiterentwickeln kann.

Auch im Namen von Pooja ganz herzlichen Dank an all diejenigen, die durch ihre Spende diese Operation ermöglicht haben!

Pooja wünschen wir, dass sie sich weiterhin von dieser schweren Operation gut erholt und dann endlich in ein Leben ohne Schmerzen und Stigmatisierung starten kann!

Pooja operation

Pooja mit ihrer Mutter im Krankenhaus

Von Auswendiglernen bis Zähneputzen

Boarding home girls

Zum 4. Mal war die Vorsitzende unseres Vereins für einen 6-wöchigen Freiwilligenaufenthalt in Jodhpur. Sie arbeitete hauptsächlich im Mädchenwohnheim, einem der von Freunde für Sambhali (Indien) e. V. unterstützten Projekte des Sambhali Trust. Ziel ihres Aufenthaltes war einerseits die Mitarbeit, andererseits natürlich auch, mit den MitarbeiterInnen zu diskutieren und sich von den Veränderungen und über die aktuelle Situation des Trust ein Bild zu machen.
Lesen Sie ihren ausführlichen Bericht.

Das Boarding Home in Jodhpur

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Freunde für Sambhali e. V. unterstützt verschiedene Projekte des Sambhali Trust – das größte davon ist das „Boarding Home – Sheerni Educaional Programm“ in Jodhpur. Hier leben Mädchen, die ursprünglich aus einer abgelegenen Wüstenregion Rajasthans kommen, wo sie keinen Zugang zu guter Schulbildung haben. Daher sind sie im Boarding Home bei einer Familie untergebracht, für die Finanzierung des Schulbesuchs in Jodhpur kommen Paten auf. Im Boarding Home haben die Mädchen mehrere Zimmer, regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten und werden nachmittags für einige Stunden von Sambhali-Freiwilligen bei ihren Hausaufgaben unterstützt und unternehmen verschiedene Freizeitaktivitäten.

boardinghomeDie 15-jährige Santosh lebt inzwischen seit 2,5 Jahren, also seit es das Boarding Home gibt, dort und ist eines der ältesten Mädchen. Ihr Vater ist Rickscha-Fahrer, ihre Mutter ist für Haushalt und Familie zuständig – Geld für den Schulbesuch Santoshs gibt es in der Familie leider nicht ausreichend. Es hat anfangs ein wenig gedauert, bis sie sich an die städtische Umgebung gewöhnt hat, doch inzwischen fühlt sie sich hier sehr wohl und lebt gerne mit den anderen Mädchen zusammen. Während sie zu Beginn nur wenige Worte Englisch sprach, kann sie sich nun in vollständigen Sätzen mit komplizierter Satzbildung unterhalten.

Sie hat u. a. mit den Freiwilligen viel Englisch gesprochen und liest englische Bücher, wodurch sich ihre Sprachkenntnisse schnell und sehr gut entwickelt haben.

Nach ihrem Schulabschluss möchte Santosh bei der Poilzei arbeiten, da sie sich im Kampf gegen Korruption und Kriminalität in Indien einbringen möchte. Auch wenn sie das Boarding Home eines Tages verlassen wird, ist sie sich sicher, auch noch danach mit Sambhali Trust verbunden zu bleiben. Aus Dankbarkeit für ihre Chance, Schulbildung zu erhalten, möchte sie später einmal etwas zurückgeben und sich für die Bewohner/innen ihres Heimatdorfes einsetzen.

Ausflug der Mädchen aus dem Boarding Home

mount abu10 Monate haben die drei Freiwilligen von Volunta mit den Mädchen im Wohnheim Schulaufgaben gemacht, gebastelt, gespielt. Als Abschiedsgeschenk haben sie sich einen Schulausflug ausgedacht und in Workshops vorbereitet. Sie haben Transport, Unterkunft, Besichtigungen, Essen, Übernachtung etc. organisiert und die finanziellen Mittel eingeworben. Letzte Woche ging es gemeinsam mit zwei indischen Betreuerinnen los nach Mount Abu, einer kleinen, im Süden Rajasthans gelegenen Stadt, die für dortige Verhältnisse sehr „grün“ und kühl ist, da sie recht hoch gelegen ist. Die Kinder waren fasziniert von der ungewohnten Umgebung, da sie ja selbst großteils mitten in der Wüste aufgewachsen sind. Gemeinsam haben sie die Zeit dort beim Erkunden der Stadt und Natur sehr genossen und sind voller neuer Eindrücke nach Jodhpur zurückgekehrt. Besonders beeindruckt waren sie nach einer Wanderung auf einen Berg von der tollen Aussicht und der Kunst in einem Jain Tempel. Zu Hause werden sie viel von ihrer ersten Zugfahrt berichten, dem großen See und wie es ist, wenn man mit Herzklopfen in ein Boot steigt.

Danke an alle, die sich um die Organisation und Begleitung dieses unvergesslichen Tages für die Mädchen gekümmert haben und durch ihre Spende diesen Ausflug ermöglichten!

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Jodhpur Mail – Tägliche Arbeit im Wohnheim

Wohnheim Welt

„Was machst du da eigentlich in dem Wohnheim?“ – eine sehr häufige Frage, wenn ich hier in Deutschland erzähle, dass ich in Indien als Freiwillige arbeite, Kinder betreue oder Mathe und Englisch unterrichte. „Kannst du das denn, wo du doch gar keine Lehrerin bist?“

Renate Massmann-Krei berichtet von der Arbeit im Boarding Home in Jodhpur – lesen Sie den ganzen Bericht: Jodhpur Mail – Tägliche Arbeit im Wohnheim

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