Arbeit der Primary Education Centres

In einem kurzen Video wird die alltägliche Arbeit in den Primary Education Centres, also den Bildungseinrichtungen für die jüngsten Projektbesucher*innen, vorgestellt. Sowohl in Jodhpur als auch im Wüstenort Setrawa gibt es solche Projekte, die durch Spenden finanziert sind. Die Kinder lernen dort vor allem die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen. Ebenso wichtig ist es dem Team von Sambhali Trust aber auch, sie von vornherein für ihre Rechte und den Einsatz dafür zu sensibilisieren. Hier erhalten Sie direkte Einblicke in den Alltag in den Primary Education Centres!

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Gewalt an Kindern und Frauen in Indien

Es sind traurige und erschreckende Zahlen: Noch immer ist in Indien ein Anstieg an Missbrauchsfällen an Kindern zu verzeichnen. Was Verbrechen an Frauen anbelangt, steht Rajasthan im Vergleich zu den anderen indischen Bundesstaaten an vierter Stelle.

Diese Zahlen zeigen auf, wie wichtig es ist, Kindern und Frauen in Indien eine Stimme zu geben, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen durch Bildung Wege zu einem möglichst selbstbestimmten und gewaltfreien Leben zu eröffnen. Sambhali Trust tut dies mit Hilfe zahlreicher Unterstützer*innen sowohl vor Ort als auch aus der Ferne. Bei allen möchten wir uns im Namen der indischen Kinder und Frauen ganz herzlich bedanken!

Radio-Beitrag über Sambhali Trust

Im österreichischen ORF-Radio wurde ein Beitrag über Sambhali Trust gesendet, in welchem der Gründer Govind Singh Rathore als auch einige Frauen zu hören sind. Hier kann der interessante Beitrag nachgehört werden – viel Spaß dabei!

Nirmula, Anita und Monica – Frauen in Indien

Vergewaltigung, häusliche Gewalt, viel zu frühe Heirat. Frau sein in Indien, das scheint besonders schwer, wie Meldungen, die über das Land hinausgehen, immer wieder zeigen. Vor allem in den ländlichen Gebieten Indiens sind Frauen von all dem bedroht. Die indische Nicht-Regierungs-Organisation Sambhali will dem ein Ende setzen. Seit mehr als 10 Jahren fördert ihr Gründer, Govind Sindh Rathore, Schulbildung und Berufsausbildung für in Indien besonders benachteiligte Frauen – seien es Dalits oder muslimische Frauen. Sein Sambhali Trust hat auch eine Niederlassung in Österreich, über die Patenschaften für indische Mädchen übernommen werden können. Cornelia Vospernik hatte Gelegenheit, mit dem Gründer zu sprechen.

Quelle: orf.at

Holi-Feier bei Sambhali Trust

Jedes Frühjahr wird in Indien das zweitägige hinduistische Holi-Fest gefeiert – auch einige Sambhali-Teilnehmerinnen haben dieses fröhliche und bunte Fest im März miteinander verbracht! Sie waren im Durag Niwas, dem „Stammhaus“ von Sambhali Trust eingeladen, welches mit zahlreichen Blumengirlanden geschmückt worden war.

Neben traditioneller Rajasthani-Musik und leckerem Essen durfte natürlich der traditionelle „Regen“ aus unzähligen bunten Blütenblättern nicht fehlen, ebenso farbiges Pulver, mit dem man sich gegenseitig bewirft.

Es waren einige fröhliche, ausgelassene und unbeschwerte Stunden, welche die Mädchen und Frauen so miteinander verbrachten und es war besonders schön, ihre große Lebendigkeit und Lebensfreude zu spüren!

 

10 Jahre Sambhali Trust – und Neues aus Jodhpur

Sambhali Trust feiert dieses Jahr sein 10jähriges Bestehen!

Aus diesem Anlass gibt es am 14. Oktober eine große Geburtstagsfeier in Jodhpur! Wer vor Ort mitfeiern möchte, ist herzlich eingeladen und kann sich für weitere Informationen gerne bei uns melden!

Liebe Unterstützer von Freunde für Sambhali,

wir möchten Ihnen wieder einmal einen kurzen Bericht darüber geben, was sich in Jodhpur tut.
Ein wichtiges Ereignis in diesem Jahr ist das 10jährige Jubiläum von Sambhali Trust, das am 14. Oktober gefeiert wird. Wer noch dabei sein möchte: Noch ist Zeit, das Visum zu beantragen, das Flugticket zu besorgen und im Durag Niwas Guesthouse ein Zimmer zu reservieren. Wir freuen uns über jeden, der unsere „Delegation“ verstärkt und den wir vor Ort treffen.
Wer sich uns nicht anschließen kann, wird natürlich einen Bericht erhalten. Heute lesen Sie aber erst Mal einige Geschehnisse aus den letzten Monaten im anliegenden Dokument.
Ihnen allen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – wir wünschen Ihnen einen schönen Spätsommer!
Herzliche  Grüße
Der Vorstand

Momentaufnahmen aus Jodhpur

Vor einigen Wochen besuchte die Fotografin Danielle da Silva Sambhali Trust. Während ihres Aufenthalts in und um Jodhpur entstanden beeindruckende Bilder, die hautnahe Einblicke in das Leben der Menschen vor Ort geben. Ein herzliches Dankeschön an Danielle für die zahlreichen berührenden Momentaufnahmen!

http://www.danielledasilva.com/sambhalitrust

 

 

Impressionen aus Setrawa

Zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Euch mit einem kleinen Video Einblicke in das Leben im rajasthanischen Wüstendorf Setrawa geben! Aus diesem Wüstendorf oder der direkten Nachbarschaft stammen die Mädchen, die in Jodhpur im von uns unterstützten Wohnheim leben und dort in die Schule gehen.

Außerdem unterhält Sambhali Trust in Setrawa für die Einwohner/innen unterschied-liche Projekte, in denen auch einige Freiwillige mitarbeiten. Im Video seht ihr neben dem Lebensalltag in Setrawa auch die jungen Teilnehmer/innen des Shanti-Projekts. Viel Spaß!

 

Internationaler Frauentag

FrauentagAnlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März wurden in Sambhali Trust in Jodhpur eine ganze Woche lang verschiedene Veranstaltungen angeboten. Neben beeindruckenden Tanzvorführungen gab es auch interessante Vorträge von erfolgreichen indischen Frauen: Dr. Sonal Parihar (Gynäkologin), Mrs Anu Vashishat (Geschäftsfrau) und Mrs Manju Choudhary (Rechtsanwältin) berichteten über ihren Werdegang, ihre Herausforderungen und wie sie ihre Ziele erreicht haben. Sie stellten sich außerdem den vielen Fragen der Sambhali-Teilnehmerinnen und konnten den Frauen und Mädchen wertvolle Tipps geben, wie man auch in einer von Männern dominierten Gesellschaft seine Ziele verfolgen und erreichen kann. Die Woche wurde auch genutzt, um in verschiedenen Workshops direkt mit den Mädchen und Frauen der Sambhali-Projekte in Austausch zu kommen über ihr Verständnis, ihre Erfahrungen und Möglichkeiten, Zukunftsperspektiven etc. als Frau in Indien. In diesem Zusammenhang wurden u. a. die Bedeutung klassischer Rollenverständnisse, Veränderungschancen durch Bildung sowie verschieden Unterstützungsangebote besprochen.

Wir freuen uns, dass sich so viele Mädchen und Frauen interessiert und engagiert in die verschiedene Veranstaltungen eingebracht haben! Es ist schön zu sehen, wie vielfältig und kreativ ihre Ideen sind und wie sie an ihrem oft mühsamen Weg in eine selbstbestimmte Zukunft arbeiten!

Womens day

Sambhali Fotoworkshop mit Stefan Schober

60Angefangen hat alles im September 2013, als wir unser Patenkind Rakhi in Jodhpur kennenlernten.

Damals streifte ich oft mit meiner Kamera durch Jodhpurs Gassen und um den Clocktower. Jedes Mal, wenn ich Rakhi und ihre Freundinnen traf, fragten sie sofort, ob sie mit meiner Kamera ein paar Fotos machen dürften. Da ich selbst ein begeisterter Fotograf bin, hatte ich natürlich nichts dagegen. Ich sah, wie begeistert die Mädchen von der Fotografie waren und wie viel Freude es ihnen bereitete. Es ist auch heute noch etwas außergewöhnliches in Indien, Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit fotografieren zu sehen.

Zu Hause überlegte ich, wie ich Sambhali weiter unterstützen und evtl. auf diesem Erlebnis aufbauen kann. Die Idee des Fotoworkshops war geboren. Ich fragte Govind, was er davon halten würde. Er war natürlich einverstanden. Ich hatte nun ein Jahr Zeit, mich darauf vorzubereiten. Über ebay besorgte ich sechs Spiegelreflexkameras Canon EOS 300 D, das Equipment für ein Fotostudio und fertigte verschiedene Poster für den Unterricht an. Mit 20 kg Fotoausrüstung machten Monika und ich uns im September 2015 auf den Weg nach Jodhpur. Am ersten Tag waren Bunty und ich unterwegs, um schwarzen Stoff für den Hintergrund und dünne Sperrholzplatten für die Reflektoren zu besorgen. Es war dann Wochenende, ich bekam einen Raum in zweiten Stock des Empowerment-Centers zugewiesen und hatte genügend Zeit, das Fotostudio aufzubauen.

Nach dem Wochenende sollte es mit der ersten Gruppe los gehen, ich war schon ganz aufgeregt. Wie jeden Montag trafen sich die Schülerinnen um 10 Uhr im Empowerment-Center im sewing room.

Es begann mit einer Morgenrunde mit beten und singen. Divya, die für Sambhali arbeitet und u. a. für den Englischunterricht zuständig ist, war meine Ansprechpartnerin. Ich stellte mich den Frauen und Mädchen vor und gab einen kurzen Überblick über den Workshop. Sie waren nun dermaßen begeistert, dass alle am liebsten sofort anfangen wollten. Es wurde dann entschieden, dass wir in der ersten Woche mit den jüngsten starten, ungefähr 5 – 8 Mädchen und zwischen 11 und 16 Jahre alt.

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Wir gingen dann in den vorbereiteten Fotoraum, machten eine Vorstellungsrunde und begannen mit der Theorie „basic of the photography“. Divya half mir am ersten Tag und übersetzte von Englisch in Hindi. Ich erklärte mit Hilfe eines „Whiteboards“ und meinen Postern den Aufbau einer Spiegelreflexkamera, die einfachen Bedienungsschritte der Canon EOS 300 D, was ist Blende, Verschlusszeit, Tiefenschärfe und Autofokus. Zum Schluss machten wir mit den Kameras im Treppenhaus die ersten Aufnahmen und beurteilten die Ergebnisse am Laptop. Die Begeisterung über die selbst gemachen Bilder war groß, hatte doch noch keine von ihnen jemals so einen Kamera in der Hand. Leider ging der erste Tag viel zu schnell vorbei, um 13 Uhr stand hupend der Kleinbus bereit und brachte die Mädchen nach Hause.

Die Mädchen knüpften am zweiten Tag dort an, wo sie den ersten beendet hatten, voller Euphorie. Nach einer kurzen Wiederholung stand heute „Portraitfotografie im Freien mit dem Sonnenlicht“ auf dem Programm. Wir suchten verschiedene Stellen im Schatten um das Haus, denn das Sonnenlicht war zu grell für die Portraits. Aber auch der schöne Innenhof des Setrawa Hauses war für Portraits bestens geeignet. Und hier waren die Mädchen in ihrem vollen Element, hier konnten sie posen nach Herzenslust. Sie entdeckten dadurch immer wieder andere Seiten an sich.

Ich hatte auch zu kämpfen, und zwar mit der Hitze. Um die Mittagszeit hatten wir 40 Grad. Wir besprachen dann noch den nächsten Tag, ich wollte gerne mit den Mädchen in Jodhpur unterwegs sein und mit ihnen etwas „street-photography“ machen. Wir entschieden uns für den Bereich „Downtown/Clocktower“. Der Kleinbus brachte uns direkt an den Glockenturm im Zentrum der Altstadt. Und ich gab den Mädchen eine Aufgabe: sie sollen sich vorstellen, eine Brieffreundin in Europa zu haben und ihr mit ein paar Fotos zeigen, wie faszinierend das Leben in Jodhpur ist.

Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten (am Anfang waren sie sehr schüchtern) und mit vereinten Kräften von Divya, Monika und mir klappte es wunderbar. Und wir erregten ganz schön Aufsehen bei den Bewohnern Jodhpurs. Es kommt eben nicht alle Tage vor, dass rosa gekleidete Mädchen von Sambhali mit Kameras bewaffnet durch Jodhpurs Gassen ziehen.

Am vierten Tag war „Portraitfotografie im Studio mit Kunstlicht“ angesagt. Wir hatten vier Studiolichter mit unterschiedlichen Beleuchtungsstärken, zwei Reflektoren mit unterschiedlichen Beschichtungen und ein Stativ zur Verfügung. Es bildeten sich Paare, die abwechselnd das Model waren oder die Beleuchtung/Reflektor bedienten. Und die Mädchen hatten ein Riesenspaß. Dank der WIFI Card in der Kamera wurden die Fotos nach der Aufnahme direkt auf den Laptop übertragen. Somit konnten die Mädchen die Ergebnisse gleich beurteilen. Wie auch an den Tagen davor verging die Zeit wie im Flug.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am 5. Tag hatten alle die Qual der Wahl. Zu Beginn des Fotoworkshops wurde vereinbart, dass jedes Mädchen mit ihren Bildern ein Fotoalbum erstellen darf. Und daher musste jedes aus ihren vielen hundert Bildern, die sie während der Woche gemacht hatten, 25 auswählen. Was am Anfang als ein Ding der Unmöglichkeit erschien, klappte dann am Ende doch einigermaßen. Ich habe den Blick der Mädchen noch in den Augen, wie stolz sie waren, als sie ihr eigenes, selbstgemachtes Fotoalbum mit nach Hause nehmen durften.

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In der zweiten Woche war die nächste Gruppe  an der Reihe (Alter bis ca. 19 Jahre), in der 3. Woche die, deren Englischkenntnisse  am weitesten fortgeschritten sind (Mädchen und erwachsene Frauen). Diese Fotoworkshops liefen genauso ab, außer dass wir am 3. Tag nicht am Clocktower/Downtown waren, sondern im Meherangarh-Fort, dem ehemaligen Maharaja Palast hoch oben auf dem Berg über Jodhpur. Für mich waren die fünf Wochen eine wahnsinnig intensive Zeit, wovon ich keine Minute missen möchte. Ich genoss diese Zeit sehr, und (ich bin sicher) die Mädchen auch.

Stefan Schober

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Jahresrückblick

Liebe Unterstützer/innen und Freunde von Sambhali,

im zurückliegenden Jahr haben wir dank Eurer/Ihrer vielfältigen Unterstützung die Frauen und Mädchen des Sambhali Trust mit einer großen Summe unterstützen können. Nahezu 17.000 Euro sind 2015 nach Jodhpur überwiesen worden. Hiermit wurden Mädchen im Wohnheim unterstützt und ein ganz besonderer Ausflug nach Mt. Abu zum Schuljahresende finanziert. Individuelle Schulpatenschaften, Nähmaschinen als Belohnung zum Abschluss eines Kurses im Empowermentzentrum sowie ganzjährige Selbstverteidigungskurse wurden hiervon in Jodhpur bezahlt.
Ganz herzlichen Dank für Eure/Ihre großzügige Spendenbereitschaft!